Ausreden sind alle.

Disziplin ensteht durch die Qualität deiner inneren Dialoge

Published by Ferdinand Vogler on May 22, 2016

Kaum klettern die Temperaturen über zweistelliges Niveau, wabern hunderttausende Menschen durch Parks, Uferpromenaden oder mitten durch die Betonwüsten der Großstadt. Dich packt der Ehrgeiz und jetzt werden die Vorsätze vom Jahresanfang erst recht umgesetzt. Trotzdem siegt die innere Faulheit und eigentlich sind 15 Grad ja noch echt frisch und außerdem passt die Übergangsjacke auch nicht mehr so richtig.

Kommt dir das bekannt vor?

“Als Erstes muss ich meine Laufklamotten raussuchen, mich in den Krempel reinzwingen, dann die Laufschuhe schnüren. Vorher noch gut aufwärmen und dehnen, kann mir ja keine Verletzung leisten. Danach muss ich abkühlen bevor ich überhaupt duschen gehen kann. Ich würde ja gerne…”

Redest du wiederum mit jemanden, der Laufen liebt und routiniert sein Sportprogramm abspult, dann klingt das in etwa so.

“Laufen? Easy ! Aus der Haustür raus und ein Ründchen drehen.”

Was war das denn?

Wir machen in unserem Oberstübchen vermeintlich simple Dinge kompliziert. Dinge, die wir gerne tun, fallen uns leicht und erscheinen mühelos. Auf einmal wirst du dich ertappen, wie dein Gehirn sich dauernd vermeintlich plausible Ausreden zusammenreimt, um dein schlechtes Gewissen zu besänftigen. Was hat es mit einem Marathon auf sich? Ein Fuß vor den anderen setzen und nicht aufhören, bis du nach 42 Kilometern mit alkoholfreien Gerstensaft, Müsliriegeln und Applaus überschüttet wirst. Klingt nach einem Spaziergang? Fast . Leichter wird es dadurch natürlich nicht. Dennoch ist das genau die Sichtweise, die eine Bezwingung von Herausforderungen erst möglich macht während andere in Lethargie und Ausreden versumpfen. Diese Denkfalle wird dir auch im Geschäftsalltag begegnen.

Was machst du dir unnötig schwer und kompliziert? Der Großteil der Menschen redet so und ist sich nicht bewusst, dass sie sich damit nicht nur selber herunterziehen, sondern auch ihre Umgebung vergiften. Jedes Wort hat eine Wirkung, lass das nicht auf dich abfärben. Was ist eigentlich ganz einfach, wenn du nur deine Perspektive darauf veränderst? Gestalte das Problem wieder so, als müsstest du nur aus der Tür springen und ein Ründchen drehen.

“Zwei Gefangene sahen durchs Gitter in die Ferne: der eine sah nur Schmutz, der andere die Sterne.”  Dale Carnegie

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